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Wargaming & Miniaturen Römische Legionäre Marsch ca. 1:35
Aktvetos:
Vielleicht nicht ganz passend fürs Forum, aber damit was los ist... und ich baue halt nicht nur Sci-Fi ;)
Hersteller: China - Aliexpress.
Maßstab ca. 1:35 3d Druck.
Lieferumfang: zweigeteilte Base, sehr schwer, scheint nur minimal hohl gedruckt geworden zu sein.
Ein 3d gedruckter Kasten mit 11 Figuren, einem Packesel und 2 verdorrten Bäum(ch)en.
Erster Eindruck!
Was mir gefällt:
Der Preis, 35 Euro...
Details sind absolut ok.
Man bekommt alles um eine komplette Szene zu bauen. Die man natürlich mit ein wenig Streu etc. noch ein wenig aufwerten kann. Will man das aber nicht, kann man getrost OOB bauen.
Was mir nicht gefällt, erster Eindruck, erste freigelegte Figur.
Wenn man genau auf das Handgelenk schaut mit dem er den Speer(Pilum) hält, fragt man sich schon ob diese Haltung natürlich ist oder ob hier was gebrochen ist. Bei den anderen Figuren erkenne ich das noch nicht so genau, wollte sie im Kasten fotografieren damit man sieht, wie es geliefert wird. Hier werde ich im Bemalbericht sicherlich nochmal drauf eingehen.
Hier nun der Überblick:
Meister screw:
Doch, doch dat passd - im Notfall noch ne Tardis in den Hintergrund :pfeif:;D
Welche Farben willst du nutzen?
Sehe gerade Bausatzvorstellung... ich hoffe wir sehen trotzdem Bilder vom Bau?
Aktvetos:
Ja, wenn gewünscht kommen auch Bau/bemalbilder. Gebaut wird ja nicht viel.
Farben, nix Asterix/Hollywood Römer, eher realistisch. Also Legionäre eher Erd/leinen Farben und die höheren Ränge bekommen dann den Farbtouch.
Meister screw:
Also wenns nach mir geht - gerne Bilder.
Hollywood Römer - das bringt mich dann wieder auf ein anderes Thema: Bunte Antike.
Tempel, Statuen, Gebäude, nach dem was man so an Dokus sieht, scheint ja alles doch sehr farbenfroh gewesen zu sein - nix rein weiße Statuen und so.
Bin auf deine Umsetzung gespannt.
Wie ist die Oberfläce der Figuren - alles glatt?
Aktvetos:
Bisher scheint die Oberfläche glatt. Muss aber gestehen, seit den Bilder ist noch nichts geschehen. Bedeutet: die sind noch immer in ihrem Kasten gefangen. Ich denke, morgen fang ich ernsthaft an ;)
Also gaaaaanz tief bin ich nicht drin. Hab aber mal 2-3 Tage recherchiert vor einiger Zeit, auch mit hilfe von Ki, dafür:
Ja, die Antike war durchaus bunt. Klar gab es Legionäre mit bunten Roben/Tunikas/Umhänge.
Aber, Rot und purpur waren damals die teuersten Farbstoffe überhaupt und im gegensatz zu anderen Farben recht schwer herzustellen. Daher waren diese Farben eher bei den höheren Rängen zu finden. Rot, eher so rund um Generalsebene bis runter zu den höheren Legionärsrängen. Und Purpur, der Kaiser.
Ach, was schreib ich, ich hab es nochmal von der Ki, schön zusammen schreiben lassen:
Farben der Tuniken römischer Legionäre
* Weiß (off-white) oder Naturfarben: Die Standardtunika der einfachen Legionäre (miles gregarius) war meist ungefärbt und bestand aus Wolle oder Leinen in einem natürlichen Weiß oder Beige. Diese Farbe war kostengünstig und praktisch, da ungefärbter Stoff einfacher herzustellen war.
* Rot: Rote Tuniken (tunica rubra) wurden häufig mit römischen Soldaten in Verbindung gebracht, besonders in populären Darstellungen. Historisch ist belegt, dass rote Tuniken oft von Offizieren oder in bestimmten militärischen Kontexten getragen wurden. Rot war jedoch nicht die Standardfarbe für alle Legionäre. Die Farbe entstand durch Färbung mit Substanzen wie Krapp (eine Pflanze) und war teurer als ungefärbter Stoff. Rote Tuniken wurden oft bei Paraden oder besonderen Anlässen getragen, um Einheitlichkeit und Pracht zu zeigen.
* Purpur: Purpur war eine extrem kostbare Farbe, die durch den Farbstoff aus der Purpurschnecke (Murex) gewonnen wurde. Sie war in der römischen Gesellschaft fast ausschließlich der Elite vorbehalten:
* Kaiser und hohe Magistrate: Purpurfarbene Kleidung, insbesondere die toga purpurea oder tunica purpurea, war ein Symbol für höchste Autorität und wurde von Kaisern, Triumphatoren (siegreichen Feldherren nach einem Triumphzug) und manchmal von Senatoren getragen. Legionäre trugen Purpur in der Regel nicht, da es zu teuer und exklusiv war.
* Offiziere: Höhere Offiziere wie Legaten oder Tribune konnten purpurfarbene Akzente (z. B. Streifen, clavi) an ihren Tuniken tragen, um ihren Rang zu kennzeichnen, aber eine vollständig purpurfarbene Tunika war selten und auf die höchsten Ränge beschränkt.Wer trug Rot und Purpur und warum?
* Rot:
* Offiziere (z. B. Centurionen, Tribune): Sie trugen oft rote Tuniken, um sich von den einfachen Soldaten abzuheben und ihre Autorität zu unterstreichen. Rot symbolisierte militärische Macht und war praktisch, da es Blutflecken weniger sichtbar machte (obwohl dies eher ein Nebeneffekt war).
* Paraden und Zeremonien: Rote Tuniken wurden bei formellen Anlässen getragen, um die Disziplin und Einheit der Legion zu demonstrieren.
* Praktische Gründe: Rot war vergleichsweise erschwinglich (im Gegensatz zu Purpur) und durch Krappfärbung leicht verfügbar, was es zu einer beliebten Wahl für militärische Zwecke machte.
* Purpur:
* Kaiserliche und senatorische Elite: Purpur war ein Statussymbol, das Reichtum und Macht signalisierte. Der Farbstoff war extrem teuer, da Tausende von Schnecken für eine kleine Menge Farbe benötigt wurden. Kaiser wie Augustus oder Nero trugen purpurfarbene Gewänder, um ihre göttliche Autorität zu betonen.
* Triumphatoren: Nach einem militärischen Triumph durften sie temporär purpurfarbene Kleidung tragen, um ihren außergewöhnlichen Status zu zeigen.
* Symbolik: Purpur war mit der römischen Vorstellung von imperium (oberster Autorität) und göttlicher Gunst verknüpft. Es war gesetzlich reguliert, wer Purpur tragen durfte, um Missbrauch zu verhindern.Einschränkungen
Die genaue Verwendung von Farben variierte je nach Epoche (Republik, frühes Kaiserreich, spätes Kaiserreich) und Region. Archäologische Funde (z. B. Textilien oder Darstellungen auf Reliefs wie der Trajanssäule) und schriftliche Quellen (z. B. Vegetius) liefern Hinweise, aber es gibt keine vollständige Einheitlichkeit in den Beschreibungen. Manche Farben könnten auch durch künstlerische Konventionen in der Ikonografie übertrieben dargestellt worden sein.
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