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SF Figuren WALL-E!
Galactican:
@haui : Den neuen Falken von Shunichi Makino?
UPDATE!!!
Als ich mir das Modell genau ansah, fielen mir einige Stellen auf, die man funktionell upgraden könnte. Die Finger sollen einfach an die Hände geklebt werden. Glücklicherweise sind sie so konstruiert, dass man ihre Position frei wählen kann. Mit einem kleinen Umbau gelang es mir, die Finger nicht permanent zu fixieren, sondern beweglich zu gestalten. Hier die Einzelteile für eine Hand:
Zwei Finger, ein Daumen und die Mittelhand. Ich bestimmte die Mittelpunkte der Teile und markierte sie mit einem schwarzen Punkt.
Ich begann mit der Mittelhand. An dieses Teil werden die Finger montiert. Hinter die Markierungen klebte ich Pappstücke, um die Bereiche zu verstärken.
Keine Röntgenaufnahme, sondern nur ein Blick mit Licht von hinten. ;)
Die schwarzen Punkte wurden kreuzweise eingeschnitten
und mit einem Schaschlikspieß vorsichtig geweitet.
Nicht zu weit, es sollte noch genug Friktion gegeben sein, um die Finger in Position zu halten.
Der Daumen wurde ebenso vorbereitet:
Ich benutzte ein Stück Spieß von etwa 1,5 cm Länge. Dies wurde bis zur Hälfte reingeschoben und auf der Innenseite bombenfest verklebt:
Dann wurde das Teil verschlossen.
Das abstehende Ende des Stöckchens wurde durch das Loch in der Mittelhand geschoben.
Um den Daumen fest zu verankern, klebte ich dünne Papierstreifen um das Ende.
Dann verschloss ich das Mittelhandteil:
Nun hatte ich zwei Mittelhände mit einem drehbaren Daumen. In der einen Position stellt er eine geschlossene Position dar, um 180° gedreht ist er offen.
Die Finger wurden in Position gebracht und mit einem weiteren Stäbchen fixiert:
Die überstehenden Teile wurden mit einem Seitenschneider abgetrennt. Die Hand-Modifikation war somit abgeschlossen. Weiter geht's mit den Armen. :)
Galactican:
Das Original-Design sieht vor, einen etwa 3 cm langen Zylinder als Unterarm an den Oberarm zu kleben. Das war mir natürlich nicht gut genug. Bei mir sollte sich der Unterarm um 360° drehen können und teleskopierbar sein. Also flugs ein paar neue Bauteile designt:
Der Stopper dient dazu, zu verhindern, dass der Unterarm aus dem Oberarm gezogen wird, und zentriert gleichzeitig den Unterarm:
Der Unterarm wird zu einem Ring verklebt:
Dann wird der Stopper drübergeschoben.
Die Klebelaschen am unteren Ende werden nach außen geklappt und sorgen für eine stabile Verbindung.
Zur weiteren Verstärkung kommt ein Deckel drauf.
In den Oberarm wird ein Loch geschnitten und dies mit Pappe verstärkt:
Der Unterarm wird durch das Loch geschoben und der Oberarm verschlossen.
Der Unterarm ist voll beweglich. :)
Galactican:
Wenn schon die Finger und der Unterarm beweglich sind, musste ich natürlich auch die Schulter artikulierbar machen. Natürlich war der Plan, sie in zwei Richtungen beweglich zu machen (horizontal und vertikal). Als ich mir das Schulterdesign jedoch genauer ansah, erkannte ich, dass dies einen ziemlich aufwändigen Umbau erfordern würde, der in der gegebenen Zeit nicht zu schaffen wäre. Daher entschloss ich mich, auf die horizontale Bewegung zu verzichten und nur ein Drehgelenk einzubauen, mit dem der Arm nach oben und nach unten bewegt werden kann (sprich: parallel zum Körper rauf und runter, nicht abspreizend von ihm).
Dies sind die Teile:
Die kleine Schulterröhre ist oben links. Daneben seht ihr ein paar Plättchen, die später die Löcher in der Schulter verdecken werden. In der zweiten Reihe liegen die Teile für zwei Zylinder und die Schulter mit weißen kreisförmigen Markierungen für die Löcher.
Die Einzelteile werden getrennt voneinander montiert.
Das Schulterteil wird an den Oberarm geklebt.
Man erkennt eine kleine "Lippe", die abgeschnitten werden muss. Dann wird die kleine Schulterröhre angeklebt. Dabei müssen die Positionen der Löcher übereinstimmen.
Die Hand wird angeklebt.
Die Führungszylinder werden mit Hilfe von ein wenig Wasser geformt. Dazu benetzt man das Papier mit etwas Wasser (am besten direkt mit dem Finger), wodurch es extrem formbar wird. Dann rollt man es über einen Bleistift und hält alles so lange fest, bis das Wasser verdunstet ist und das Bauteil wieder fest wird. Zu guter Letzt werden beide Enden des Teils mit Hilfe des separaten Klebestreifens miteinander verbunden. Man sollte nicht zuviel Wasser verwenden, da sich das Teil sonst wellt und unsauber aussieht. Vorteil hier: Man sieht später nichts mehr von der Röhre und sie hat keine Textur, daher ist es egal, auf welcher Seite man das Wasser aufträgt (grundsätzlich benetzt man nur die Rückseite des Teils, um eine mögliche Textur nicht zu zerstören).
Der Zylinder wird durch die Löcher geschoben.
Die Klebelaschen werden umgeklappt und festgeklebt.
Zum Schluss kommen die Plättchen drauf.
Die Dicke des Zylinders wurde von der Textur bestimmt. Jetzt werden sich bestimmt einige fragen, warum ich nicht einfach die Schulterröhre verlängert habe, die den Arm mit dem Körper verbindet. Ganz einfach: Dadurch hätte ich nur ein statisches Drehgelenk geschaffen und den Arm an einer fixen Position verankert. Wenn man sich den Film genau anschaut, erkennt man, dass sich der Arm auch noch entlang einer U-förmigen Schiene bewegt. Wenn ich schon den Arm nicht vom Körper abspreizen lassen könnte, dachte ich mir, sollte er bei mir wenigstens vor- und zurückfahren können. ;)
ClassicMonsters:
Hallo,
tolles Projekt!
Ist es nicht einfacher bei den Führungszylindern Rundprofile aus Plastik zu nehmen? Oder ist es nen No-Go bei den Karton-Leuten?
LG Bernd
Galactican:
Ganz und gar nicht. Aber bei diesem Projekt musste ich mit dem auskommen, was ich zur Hand hatte. Die Menschen, die in meinem Ort arbeiten, haben mit Modellbau nicht viel am Hut. Sogar die "Fachleute" in meinem lokalen Baumarkt können ein Rohr nicht von einem Schlauch unterscheiden und wissen noch nicht einmal, dass es Schaumstoff zum Polstern gibt. Ich muss mir alles bestellen, was mir gar nicht gefällt, da ich die Materialien nur auf dem Bildschirm einschätzen und somit schlecht erkennen kann, ob ich sie für meine Zwecke geeignet sind. Außerdem müssen die Rohre ganz genaue Maße haben, die von der Textur des Modells vorgegeben sind. Zudem ließ die Deadline keine Bestellungen zu (meine Kollegin hat übermorgen ihren letzten Tag und bis dahin musste alles fertig sein). Das ist auch der Grund, warum ich keine Magnete verwendet habe (das hätte alles sehr vereinfacht, doch die Beschaffung hätte zu lange gedauert).
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