Science Fiction Modellbau Forum

Science Fiction Modellbau => 42 => Thema gestartet von: Callamon am 29. März 2012, 14:00:17

Titel: Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 29. März 2012, 14:00:17
Bedingt durch meine diversen "Überaschungsprojekte" für die SpaceDays 2012 gibt es hier zur Zeit wenig aktuelles von mir zu sehen. Ich dachte mir, das sollte ich mal ändern, und daher starte ich mit einem Werkstattbericht über mein "V Mothership".

"Werkstattbericht"? Wieso heißt das nicht "Baubericht"?

Nun, so viel zum bauen gibt es hier nicht... das Resinmodell, dass ich vom Mutterschiff der alten Serie habe, ist aus einem einzigen Teil. Außerdem von der Qualität her so schlecht (angeblich von einem Original-Studiomodell abgeformt... naja...), dass es nach den SpaceDays - vorher schaffe ich das nicht - von einem Scratchbau ersetzt werden wird.

ABER ich setze den Dienstleister "Formulor" ein, um eine schicke Base aus verschiedenen Acrylplatten lasern zu lassen. Diese nutze ich dann später auch für den Scratchbau. Die hier entstehende Base ist die Feuerprobe für eine viel größere, nach meinen diversen kleinen Tests in den letzten Wochen sozusagen der endgültige "Go or no Go"-Test. Um den Resinklumpen wenigsten ETWAS aufzupeppen lasse ich direkt dafür auch ein paar Details lasern, welche einige total verhunzte, mitgegossene Details auf dem Mothership ersetzen werden.

Den gesamten Fortschritt werde ich hier dokumentieren - daher "Werkstattbericht", da es nicht direkt um den Bau des Raumschiffes geht, sondern vielmehr um die Gesamterstellung des Displays und des späteren Scratchbaus.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 29. März 2012, 14:09:46
Los geht's!

Da die Daten für die Displaybase relativ komplex sind verwende ich die EPS-Upload-Funktion von Formulor und NICHT die Möglichkeit, die Daten direkt online zu erstellen. Für die Grafiken verwende ich Illustrator CS 5.5.

Insgesamt benötige ich 4 Dateien:

- Grundplatte für 5 mm starkes, schwarzes Acryl - die Fragmente des "V" werden ganz leicht graviert (sie sind einen Hauch kleiner als die Laserkontur des Logos) und dienen zur korrekten Platzierung des ausgelaserten Logos auf der Platte:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/VMothershipDisplayteileV2schwarz5mm.jpg)


- V-Logo für 3 mm starkes, rot fluoreszierendes Acryl:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/VMothershipDisplayteileV2rot3mm.jpg)


- Träger für 4 mm starkes, transparentes Acryl:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/VMothershipDisplayteileV2klar4mm.jpg)


- Details für das Resinmodell aus 0,5 mm dünnem, klaren PET:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/VMothershipDisplayteileV2DetailsPET05mm.jpg)
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: DocRaven am 29. März 2012, 14:11:16
herrlich! ich hoffe schön groß damits auch richtig city ship like wirkt

wer das neue mutterschiff und technik design abgesegnet hatte gehört gelüncht
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 29. März 2012, 14:23:08
Die Teile habe ich heute bestellt, sie müssten im Laufe der kommenden Woche bei mir eintreffen - dann gibt's Fotos.

Wenn alles korrekt läuft müssten sämtliche Elemente schon zusammengesteckt bombenfest sitzen, ohne Klebstoffeinsatz. Bin gespannt! Diese Eigenschaft ist auch für meine "Endzielbase" extrem wichtig, die unbedingt, zumindest in Teilen, zerlegbar sein muss.

Billig ist der Spaß nicht, vor allem wegen des "V", dessen Vektorgrafik aus über 500 Ankerpunkten besteht - hier kostet die Laserzeit ordentlich Geld. Aber man gönnt sich ja sonst nix...  ;D

Auf der klaren Acrylplatte hatte ich noch Platz, da habe ich im schon bei der ORION bewährten Design 2 Namenschilder mit draufgesetzt, 1x für das Mutterschiff, 1x für ein weiteres SpaceDays-Modell, den "Erstkontakt". Man beachte: Die Schrift ist spiegelverkehrt, denn die nicht gelaserte Seite sieht bei Gravuren viel schöner aus als die gelaserte. Da es klares Acryl ist drehe ich die Schilder dann leserichtig, und man schaut auf die schicke Seite. Clever, was?  ;)

Um die Wartezeit zu verkürzen gibt es morgen Bilder des gruseligen Resin-Raumers.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 29. März 2012, 14:26:59
herrlich! ich hoffe schön groß damits auch richtig city ship like wirkt

Das Resinmodell hat knapp 18 cm Durchmesser, das sieht ganz gut aus. Nur die Details... und die Gussqualität... und die Symmetrieprobleme... brrrrrr!  :cussing:

Da lohnt sich aber keine Überarbeitung, daher behandle ich das relativ stiefmütterlich und versuche es außerdem nett zu lackieren. Den Scratchbau werde ich in ähnlicher Größe anlegen, wahrscheinlich mit 20 cm Durchmesser.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Benny am 29. März 2012, 14:36:28
Das ist spannend und ich bleibe dran.. :thumbup:
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: DocRaven am 29. März 2012, 14:50:43
Das Resinmodell hat knapp 18 cm Durchmesser, das sieht ganz gut aus. Nur die Details... und die Gussqualität... und die Symmetrieprobleme... brrrrrr!  :cussing:

Da lohnt sich aber keine Überarbeitung, daher behandle ich das relativ stiefmütterlich und versuche es außerdem nett zu lackieren. Den Scratchbau werde ich in ähnlicher Größe anlegen, wahrscheinlich mit 20 cm Durchmesser.
ich plediere auf min 25cm tendiere aber eher richtung 30 das würde dem modell viel mehr erhabenheit geben.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 29. März 2012, 15:22:38
ich plediere auf min 25cm tendiere aber eher richtung 30 das würde dem modell viel mehr erhabenheit geben.

...sprengt aber meinen Displayplatz in der Wohnzimmervitrine... "Form follows Function", sage ich da nur.  :)
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 30. März 2012, 09:33:42
Hier die versprochenen Fotos und einige erklärende Kommentare. Zunächst mal die Box:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040239.jpg)


Und das hier findet sich darin:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040241.jpg)


Auf den ersten Blick gar nicht mal so übel, oder?

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040240.jpg)


Aber dann wagt man den 2. Blick... los geht's mit dem "dezenten" Anguss:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040247.jpg)


Die Oberflächendetails sehen aus wie aus Seife geschnitzt:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040246.jpg)


...WENN sie denn überhaupt da sind:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040243.jpg)

Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 30. März 2012, 09:40:33
Ein böser Kratzer ziert die obere Seite:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040244.jpg)


Damit er sich nicht so einsam fühlt hat der Caster auch noch ein paar kleine Dellen etc. ergänzt:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040245.jpg)


Auch auf der Unterseite: Seifenschnitzereien als Details...

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040256.jpg)


Die Seiten sind leider alles andere als parallel, außerdem fehlt da teilweise Resin, was zu unschönen Stufen führt:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040252.jpg)

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040257.jpg)


Ulkig auch der am Rand des Diskus umlaufende "Graben". So sieht er auf der einen Seite des Rumpfes aus:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040250.jpg)


...und so auf der anderen (die dünne Linie ist der bereits von mir nachgravierte, angedeutete solchige, auf dem Modell ist er nämlich nur auf dem halben Diskus vorhanden):

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040251.jpg)


Hier sieht man schön, wie er im Nichts verschwindet. Nachgravieren ist auch blöd, als ich mit einem Reisszirkel den Graben weiterführen wollte musste ich feststellen, dass der Diskus überhaupt nicht symmetrisch ist und die Linie daher viel weiter vom Rand weg verlaufen würde (die feine Linie über dem Graben ist die Zirkellinie). Muss noch überlegen, wie ich das löse.

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040249.jpg)
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Benny am 30. März 2012, 10:05:38
Hmm... hast du dafür Geld bezahlt?  ???
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: DocRaven am 30. März 2012, 10:06:35
sieht aus hat einer ne frisbee vergewohltätigt
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 30. März 2012, 10:26:30
Auch auf der Unterseite dürfen Macken natürlich nicht fehlen... man war hier Konsequent:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040255.jpg)


Abgesehen davon: "I'm forever blowing bubbles..."

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040253.jpg)


Alles in allem ein grausiger Abguss. Das schlimmste aber ist: Reklamieren würde nix nutzen, denn wenn man sich das Bild auf der Box betrachtet stellt man fest, dass das Modell dort bereits ebenso aussieht. Die Formen sind also entsprechend mies. Dazu kommt ein Resin, dass sich nur sehr schlecht bearbeiten lässt, es hat fast die Konsistenz wie PVC: Beim schleifen "rubbelt" sich das Material ab, anstatt sauber abgetragen zu werden.

Aus diesen Gründen werde ich, wie schon oben beschrieben, nicht all zu viel Energie in Korrekturen am Mothership stecken, sondern hier nur wenig ändern und das Modell später durch einen Eigenbau ersetzen. Solange ist es ein "3-Foot-Modell", also ein Modell, dass auch dem durchschnittlichen Betrachtungsabstand von 1 Meter ganz passabel aussieht. Ich mache dann ein Schild dran "Makro-Aufnahmen verboten!"  ;D
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 30. März 2012, 10:28:59
Hmm... hast du dafür Geld bezahlt?  ???

Das Modell kostet bei Federation Models 45,- US-$, ich habe es zum Geburtstag von Arbeitskollegen geschenkt bekommen.

Das Modell bei FedMod ist übrigens auch nicht anders, wenn man sich das Foto dort genauer betrachtet. Ich vermute mal, dass die Formen ungefähr so alt sind wie die TV-Serie...
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 30. März 2012, 11:02:53
Den gesamten Rumpf glattschleifen,

Geht nicht, da das Resin "aufrubbelt". Das wird beim schleifen nicht glatt, ähnlich wie Vinyl. Außerdem: Ich WILL dieses Ding gar nicht korrigieren - bevor ich das schleife und neu abgieße habe ich das Teil 3x so schnell scratch neu gebaut. Und genau das werde ich ja auch nach den SpaceDays tun (außerdem gehört da LICHT rein...).
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: propdoc am 30. März 2012, 13:41:10
In das Teil würde ich keine einzige Minute reininvestieren. Pure Zeitverschwendung, ein Fall für den gelben Sack!
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 30. März 2012, 14:22:07
In das Teil würde ich keine einzige Minute reininvestieren. Pure Zeitverschwendung, ein Fall für den gelben Sack!


Sag' ich doch. ABER da ich unbedingt die Base bei Formulor machen lassen möchte - sie ist ja auch "der große Test", wie weiter oben beschrieben - wird's eben das 3-Foot-Modell. Die Base kann ich für den späteren Eigenbau ja auch benutzen.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: struschie am 30. März 2012, 19:56:07
Zum Modell sag ich nix.

Schwarz ist ne Gravur, oder? Wird die Schrift also von hinten angerauht sein - mit Beleuchtung?
Guter Tipp mit dem Spiegelverkehrten :thumbup:

Bin irre auf die PET Teile gespannt...!!!
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: DocRaven am 30. März 2012, 23:16:01
das mutterschiff past super zu meiner cygnus
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 01. April 2012, 00:44:52
das mutterschiff past super zu meiner cygnus

 ;D
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 01. April 2012, 00:49:16

Schwarz ist ne Gravur, oder? Wird die Schrift also von hinten angerauht sein - mit Beleuchtung?

Ja, die Schrift ist dann von hinten graviert. Beleuchten werde ich es nicht, die Schrift erscheint schneeweiß im transparenten Schild.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: stocky am 04. April 2012, 12:09:02
Hab deine bewertung bei Coolmodels gelesen, wollte mir das eigendlich auch ordern aber naja, dass lohnt ja nicht. Werde wohl dann doch irgendwann mal einen scratch mit ner Frisbeescheibe und Modeliermasse machen.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: brushguy am 04. April 2012, 15:04:45
Oh man, sorry, aber was für ein Klumpen von einem Resinfehlguss! Für son Abfall Geld zu verlangen finde ich ja schon echt ne Unverschämtheit.  ;D ;)
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Knife-Edge am 04. April 2012, 19:10:17
Unglaublich wie so mancher Modellbaulaie glaubt das seine Talente oder Werke eines Garage Kit Produktion würdig sind.
So ein Rohling (Basismodell für den Eigenbau) hat man doch schnell mal in ner halben Stunde (1h wenn man langsam ist) aus Ureol gedreht.

@Dirk es eher eine unverschämtheit dafür mehr als den Materialwert + Versand zu verlangen, denn Arbeit haben sie ja darin investieren müssen.
Nur würde man sowas nicht unbedingt verkaufen wollen um sich einen schlechten Ruf nachsagen zu lassen.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: brushguy am 04. April 2012, 20:30:11
Also ich persönlich würde mich schämen, sowas irgendeinem Modellbauer als Modell anzubieten.
Und wie du sagst, das kriegt man selber aus Uriol besser hingschliffen.  ;)
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 04. April 2012, 20:54:22
Unglaublich wie so mancher Modellbaulaie glaubt das seine Talente oder Werke eines Garage Kit Produktion würdig sind.

Nun, man muss dem Anbieter zugute halten, dass er es nicht als Modell verkauft, sondern als "prop model". Das "besondere" am Mothership soll hier ja sein, dass es ein Abguss der 2. Generation von einem "Studio Prop" sein soll.

Trotzdem gut, dass es mich nix gekostet hat...  ;D
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 04. April 2012, 21:30:08
Die gelaserten Teile von Formulor sind angekommen!

Hier ein erster Überblick (noch mit Träger- und Schutzfolien) - als erstes das 0,5 mm-Sheet für ein paar Details auf dem Schiff:

(http://www.phoximages.de/images-i1188bpj246.jpg)

(http://www.phoximages.de/images-i1189bfbpx7.jpg)



Hier die Teile aus 4 mm klarem Acryl:

(http://www.phoximages.de/images-i1190bjp8q6.jpg)


Hier die schwarze Grundplatte (5 mm stark):

(http://www.phoximages.de/images-i1192bdfxae.jpg)


Last not least das "V" aus 3 mm dickem, roten, fluoreszierenden Acryl:

(http://www.phoximages.de/images-i1191bgga1k.jpg)


Wie das alles ohne Folien und korrekt montiert aussieht folgt morgen oder übermorgen. Stay tuned...
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Knife-Edge am 07. April 2012, 16:19:49
Über übermorgen !!! :evil6:
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 09. April 2012, 01:24:10
Über übermorgen !!! :evil6:

Hast ja recht... der Gund für keine Fotos ist ein dummer Messfehler meinerseits, der die klaren Teile (die das Modell tragen) leider unbrauchbar machen. Ich werde diese nach Ostern neu bei Formulor bestellen - und DANN kommen die Bilder. Im Moment kann ich nämlich nix zusammenstecken weil die Steckverbindungen nicht passen...  :cussing: :motzki: :angry0:
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 16. April 2012, 21:27:45
Soooooooo... die überarbeiteten Teile passen. Zu gut. Denn jetzt sind sie locker... in diesem Fall egal, ich habe mir "Acrifix" besorgt, einen speziellen Kleber für Acryl, damit kann man die echt gut fixieren. Aber schon wieder was in puncto Formulor gelernt: Die Materialstärken schwanken doch sehr stark.

Die ersten 4mm Platten waren 4,4 mm dick, deswegen passten die Steckverbindungen nicht. Diesmal habe ich die Ausschnitte größer gemacht... aber die Platten sind nur noch 3,9 mm dick, hätten demnach auch mit dem ersten Teilelayout gepasst. Alles noch im angegebenen Toleranzbereich von Formulor (die geben +-10% an), macht aber die Produktion von solchen steckbaren Teilen, die dann auch von alleine halten, unmöglich.

Hier die neuen Teile - der Ring unten links sitzt oben auf dem Ständer, hält die über Kreuz zusammengesteckten Teile zusammen und bildet gleichzeitig die Auflagefläche für das Raumschiff:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040326.jpg)


Und so sieht es dann zusammengebaut und inkl. Mothership aus:

(http://i162.photobucket.com/albums/t250/Callamon/P1040327.jpg)


Das rote "V" ist UV-sensitiv und leuchtet sehr schick, das kommt auf einem Foto nie gut rüber. Der Effekt ist deutlich stärker als hier zu sehen.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Benny am 16. April 2012, 21:38:34
Schicke Base..  :thumbup:
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: dasRoy am 16. April 2012, 21:40:11
Ich finde den Klotz von Schiff nicht so dolle, aber die Base ist wirklich schick. Da hat sich jemand einen schweren Kopf über die Konstruktion gemacht  :thumbup:

Wo ich Bedenken habe, wenn man solch einen Zuschnitt bei Formulor bestellt, sind die Toleranzwerte. !0 % können ein solches Vorhaben mal schnell zunichte machen.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Benny am 16. April 2012, 21:43:17
Naja, du könntest die kritischen Stellen mit Übermaß ordern und das dann aufs Maß genau runterfeilen. Das sind ja doch meist Stellen, die nicht sichtbar sind.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: dasRoy am 16. April 2012, 21:55:06
Das wird aber schwierig, wenn die Materialstärken variieren so wie Callamon das geschrieben hat. Ich denke da z.B. an Teile, die man sag ich mal hin und wieder ineinander schieben muß und auch wieder auseinander  :dontknow: . Wenn das ganze dann noch etwas belastbar sein muß, dann muß man sich schon auf präziese Arbeit verlassen können.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 16. April 2012, 21:58:46
Das wird aber schwierig, wenn die Materialstärken variieren so wie Callamon das geschrieben hat. Ich denke da z.B. an Teile, die man sag ich mal hin und wieder ineinander schieben muß und auch wieder auseinander  :dontknow: . Wenn das ganze dann noch etwas belastbar sein muß, dann muß man sich schon auf präziese Arbeit verlassen können.

Geeenau.

Auch kann man Acryl nicht gut schleifen. Das mag das Material gar nicht. Man muss es auf jeden Fall anschließen Tempern, sonst sind Spannungsrisse (die gerne erst nach Wochen oder Monaten auftreten) an den mechanisch bearbeiteten Stellen garantiert. Da ich keinen Umluftofen habe ist Tempern hier zu Hause auch nicht so einfach.

Ich werde den Aufbau des kommenden GROSSEN Acrylständers für "Geheimprojekt X" aber so abändern, dass die Teile nicht 100% passen müssen. Ist dann nicht ganz so elegant, wird aber immer noch schick.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 16. April 2012, 21:59:40
Ich finde den Klotz von Schiff nicht so dolle, aber die Base ist wirklich schick. Da hat sich jemand einen schweren Kopf über die Konstruktion gemacht  :thumbup:

Merci!   :)

Das Schiff wird mittelfristig mit einem Scratchbau ersetzt. Der Grundstock dazu wurde schon gelegt...  8)
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: dasRoy am 16. April 2012, 22:33:57
Merci!   :)

Das Schiff wird mittelfristig mit einem Scratchbau ersetzt. Der Grundstock dazu wurde schon gelegt...  8)

Besser is das. Denn das Teil sieht wahrlich nicht nach dem aus, was es vorzugeben scheint. Kann man das V beleuchten und was mich noch mehr interessiert, ist das farbliches Acrylglas ? Gibt es das in verschiedenen Farben ?
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: propdoc am 16. April 2012, 23:01:41
Geeenau.

Auch kann man Acryl nicht gut schleifen. Das mag das Material gar nicht. Man muss es auf jeden Fall anschließen Tempern, sonst sind Spannungsrisse (die gerne erst nach Wochen oder Monaten auftreten) an den mechanisch bearbeiteten Stellen garantiert. Da ich keinen Umluftofen habe ist Tempern hier zu Hause auch nicht so einfach.

Ich werde den Aufbau des kommenden GROSSEN Acrylständers für "Geheimprojekt X" aber so abändern, dass die Teile nicht 100% passen müssen. Ist dann nicht ganz so elegant, wird aber immer noch schick.

Welche Temperatur sollte man zum Tempern wählen?

Ich hab gehört, daß der Laserschnitt selber zu feinen Rissen im Material führen kann (bei Plexiglas), hast Du da Erfahrungen?
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 17. April 2012, 21:31:04
Kann man das V beleuchten und was mich noch mehr interessiert, ist das farbliches Acrylglas ? Gibt es das in verschiedenen Farben ?

Das V könnte man beleuchten, klar. Es ist transluzentes rotes, UV sensitives Acryl - daher leuchtet es bei Tageslicht von selbst. Ist auf Fotos leider schlecht zu sehen (da die Kamerachips schlecht darauf reagieren).

Der Träger ist klares Acryl, die runde Basis schwarzes Acryl.

Bei Formulor kann man sich alle Materialien ansehen, auch ohne dort eingeloggt zu sein. Einfach auf die Website gehen (www.formulor.de (http://www.formulor.de)) und oben auf den Karteireiter "Material" klicken.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 17. April 2012, 21:39:13
Welche Temperatur sollte man zum Tempern wählen?

Ich hab gehört, daß der Laserschnitt selber zu feinen Rissen im Material führen kann (bei Plexiglas), hast Du da Erfahrungen?

Formulor hat sich da auf meine Nachfrage hin extra mit dem Acryllieferanten in Verbindung gesetzt und nachgefragt:

Zitat
Die Wärme aus laser- oder mechanischer Bearbeitung verändert die Molekülketten des Materials. Es bauen sich dauerhafte Spannungen auf, die dazu führen, dass das Material reißt, sobald es mit aggressiven Mitteln, wie Klebern, Reinigungsmitteln, Dichtgummis oder Parfum in Kontakt kommt.

Werkstücke im Umluftherd tempern:

Vor der Weiterverarbeitung muss man daher alle Werkstücke tempern, um diese von Materialspannungen zu befreien. Dazu legt man das Plexiglas auf ein Gitterrost in den Umluftherd. Gegossenes Plexiglas (GS) bei 80 °C, extrudiertes (XT) bei 70 °C. Die Heizdauer in Stunden errechnet sich aus der Materialstärke in mm durch drei – mindestens jedoch zwei Stunden. Danach müssen die Werkstücke im geschlossenen Ofen etwa auf Raumtemperatur abkühlen, ehe Sie sie weiterverarbeiten können.
Quelle: Formulor

NUR echtes Acrylglas (PMMA) muss und darf getempert werden. Sogenanntes "Bastlerglas" aus Baumärkten ist meist Polystyrol mit einem viel niedrigerem Schmelzpunkt (85 Grad statt 140 Grad Celsius bei Acryl).

"Plexiglas" ist auch "nur" Acrylglas und lediglich ein Markenname und kein eigenständiges Material. So wie "Lightsheet" bei Elektrolumineszenzfolien.

Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: dasRoy am 17. April 2012, 22:23:13
Danke für die Info  :thumbup:
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: propdoc am 18. April 2012, 00:02:43
Top! Vielen Dank für die Info! :thumbup:
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: stocky am 19. April 2012, 13:53:04
Sieht sehr gut aus, habe mir gedanken gemacht ob man nicht das Blues Ship von Perry Rhodan als grundlage nehmen könnte um das Mutterschiff zu scratchen! Ist vielleicht besser als meine Idee mit der Frisbeescheibe.
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: struschie am 19. April 2012, 20:46:48
Klasse geile Base!!!
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 19. April 2012, 22:17:51
Klasse geile Base!!!

Danke! :) :) :)

Man hat schließlich einen Spitznamen zu verlieren...  ;D
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: dasRoy am 19. April 2012, 23:09:54
Danke! :) :) :)

Man hat schließlich einen Spitznamen zu verlieren...  ;D

Globaler Moderator ???  :-X :angel: :pfeif:

 ;D
 ;D
 ;D
Titel: Re:Werkstattbericht "V Mothership"
Beitrag von: Callamon am 19. April 2012, 23:28:44
Globaler Moderator ???  :-X :angel: :pfeif:

 ;D
 ;D
 ;D

Har Har... selten so gelacht...  ;)

Nee, natürlich ist der direkt unter dem Forennamen zu lesende Spitzname gemeint, den hat mir ein gewisser Herr W.B. aus T. (damals noch aus K.) verpasst.  8)