Science Fiction Modellbau > Star Trek
ST Movie Ära PL 1/350 Refit Enterprise (NEW VIDEO INSIDE)
Garbaron:
UPDATE: 17 Juni 2013
Damit alle wissen, ja sie wurde fertig und so schauts dann aus:
UPDATE: 31.12.13
Finales Video zum Bau:
PL Refit Video (Download)
(habe den Download 3x selbst gemacht, alles bestens)
PL Refit Video (Youtube)
(Benötigt ProxTube o.ä. zum entsperren, da GEMA wegen der Musik das Video blockt)
Wer jetzt noch interesse hat kann ab hier lesen wie ich dahin gekommen bin:
ORIGINAL Post:
Hallo Alle miteinander.
Ich lese hier schon eine Weile im Stillen mit und dachte es wird Zeit auch mal einen Beitrag zu leisten. immerhin ist SciFi Modellbau in "good old Germany" eine Rarität und braucht jede Unterstützung die es bekommen kann. Über Eure Beiträge weiß ich, dass der/die eine oder andere auch auf StarshipModeller unterwegs ist, daher wird das von mir gezeigt jenen bekannt sein, für den Rest: wie im Titel ersichtlich geht es um die allseits beliebte PolarLights 1/350 USS Enterprise, angestrebte Version ist die aus TMP (The Motion Picture aka Star Trek: der Film). Den Build habe ich vor Ewigkeiten gestartet, dann aber aus Zeitmangel und verflogenem Interesse am Modellbau wieder beiseitegelegt, dieses Jahr im Februar aber wieder den Bau aufgenommen.
Wie viele habe ich mit dem Hangar/Frachtbereich angefangen. Das noch zu einer Zeit als die DLM Detailätzsets Mangelware waren, da sie von Don gerade erst auf den Markt gebracht worden waren. Alle Änderungen am Hangar, wie die auf Andrew Proberts Konzeptzeichnungen zu sehenden Wandstreben im Shuttle Bereich, sind demnach Handgemacht und somit auch nicht 100% "screen accurate". Wie auch immer, die WorkBee Garagen wurden vergrößert um die zu der Zeit bereits erhältlichen DLM Bees aufzunehmen, ein Loch in der Decke sorgt für eine Rotebeleuchtung der Buchten um farblichen Kontrast zu erzeugen. Da ich auch keine einheitliche Hangar/Fracht Beleuchtung haben wollte, sitzt auf dem Dach des Shuttle-Wartungsbereiches eine Rote LED um diesen Teil in hartes Rot zu tauchen. Die Idee kam wieder von Andrews Konzeptzeichnungen, allerdings ist da der Bereich unterhalb des Hangars rot. Die Turbolift Säulen im Frachtbereich sind "scratch build" und sollten eigentlich beleuchtet werden. Allerdings hatte ich nur ein kurzes Stück 5mm Plastikrohr das den richtigen Weiß-Effekt bei LED Beleuchtung lieferte, aber es war genug um 2 Turboschächte zu machen. Leider ist mir das zweite während einer Baupause abhanden gekommen und das nachträglich gekaufte Rohr hatte einen starken gelbstich. Als Konsequenz blieben die Lifte unbeleuchtet. Aber genug der Worte so schaut der Hangar aus:
Mit scratch build offenen Toren und aktuell dann so:
Danach war das Arboretum dran. Auch hier, wie bei den Meisten, wurden die vorhandenen Oberflächendetails entfernt und mit Modellbahn Zubehör ein neuer Garten erschaffen, nebst in das Plastik geschnitzten Fluss und Wasserfall. Die Seeschwämme als Baum Ersatz sind zwar nicht Maßstabsgerecht, aber es ging mir darum, dass es von außen gut sichtbar ist, immerhin sind die Arboretum Fenster nicht so groß (4x6mm). Nach Achtern habe ich zwei Gänge angebracht, zum Bug hin einen Kaffeebereich neben dem Wasserfall und auf der anderen Seite Wartungs- und Geräteräume. Als "Himmel" dient mir ein Himmel Ausschnitt aus einem Urlaubsfoto welches ich ausgedruckt und hinter Plexiglas geklebt habe.
Eigentlich sollte jetzt die VIP Launge folgen, aber ich entschied mich dazu erst mal das REC-Deck zu scratchen.
Nicht Maßstabsgerecht, aber nahe genug an dem was man in der TMP Szene um Epsilon9 und V'Ger sehen kann.
Nun erfolgte eine fast 2 Jährige Pause, daher auch hier ein Schnitt und weiter im nächsten Post, damit es nicht zu lang wird.
:D
Garbaron:
Ok, weiter geht es.
Nach einer langen Schaffenspause habe ich die Refit wiegesagt diesen Februar wieder in Angriff genommen.
Die Zeit dazwischen war ich nicht gänzlich untätig, sondern habe mir überlegt und ausprobiert wie ich die Beleuchtung realisieren möchte und kann.
Ziel sollte es sein so viele logisch realisierbare "spot light" Effekte zu realisieren wie möglich, allerdings unter Verzicht auf den "Raytheon" Effekt der die Spots über LEDs realisiert die von Innen durch das Plastik leuchten. Je nach LED Farbe, die auch bei warm oder kalt weißen LEDs variiert, erzeugt das oft einen gelbstich. Gemischt mit realen Spots, wie z.B. denen an den Pylonen, sieht das für mich oft nicht gut aus. Auch realisiert werden sollte der Amber/Blue Hauptdeflektor sowie das Blau/Violett der Warp Triebwerke, die RC-Düsen (reaction controll), die blinker und Blitzer und die Hauptschiffsbeleuchtung und was nicht alles noch. Eine Menge Holz also was da entstehen sollte inkl. riesigem Kabelsalat.
Was soll es frisch rann.
Die Unterhälfte des Sekundärrumpfes auf ein Gewinderohr geschraubt und mit Zweikomponentenkleber die innere Mutter samt Unterlegscheiben eingeklebt. Dann erste Kabel für die Hauptbeleuchtung verlegt (gelb).
Ein erster Test sah schon mal ganz gut aus:
Dann noch mehr Kabel für die Pylonen und Strongback Flutlichter (rot) und den Deflektor (weiß).
Jetzt noch Leitungen zu den Triebwerken, dem "Hals", zum Diskus und so weiter und so fort ... am Ende und vor einbau des Hangars, aber schon installiertem Arboretum sah das dann so aus:
Zwischenzeitlich hatte ich mich des Deflektor Klarteils angenommen. Da ich mir nicht sicher war, ob ich die Speichen so schön akkurat würde abkleben können entschied ich mich sie als 1mmx10mm Plastikstreifen aufzubringen, immerhin hat man es so beim Studiomodell auch getan.
Auch das Rätsel wie der Deflektor beleuchtet werden soll hatte ich angegangen. Etwas unkonventionell allerdings. Die blaue und gelbe LED sind ein einem 2,7cm langen Zylinder hinter dem eigentlichen Deflektor Teil angebracht und scheinen auf eine 28mm durchmessende Papierscheibe. Die Scheibe ist über ein 22mm Loch geklebt welches ich direkt in das Deflektorgehäuse gefräst habe. Dieses Vorgehen negiert den gefürchteten "hot spot" den die LEDs in der Mitte des Deflektors erzeugen und es gibt kein Springen des Licht Mittelpunktes beim Umschalten der Farben, da die LEDs die Mitte der Papierscheibe anstrahlen.
Die Kontrolldüsen am Deflektor wurden danach über 3mm Acrylglas Stäbe realisiert die von Innen indirekt von LEDs, die auf 12 und 6 Uhr Position angebracht sind, angestrahlt werden.
Damit wollte ich das überzogene Leuchten reduzieren das direkt angebrachte LEDs oft erzeugen und für diesen Bereich unpassend ausgesehen hätte.
Ende Teil 2
Garbaron:
Teil 3
Zwischenzeitlich hatte ich mich um die "Traktor" Panel links und rechts neben den Hangartoren gekümmert. Das Original Teil war mir zu bäh, nicht genug Detail, zu klein und überhaupt. Deswegen habe ich kleine Aufsätze angefertigt die diesen Bereich verbreitern sollten und zusätzlich kleine Plastikstücke als "Greeblies" aufgebracht um mehr Tiefe zu erzeugen.
Nun war es Zeit den Antriebsrumpf zusammenzufügen. Das ging eigentlich recht einfach, da ich die Problemzonen um die Pylonen Basis bereits entfernt hatte, die zuvor zu großen Spalten um die Pylonen, dem Strongback und hinten am Hangar Bereich geführt hatten. Einzig nennenswerter Spalt war direkt über dem Hangartor wo das Strongback Teil mit dem Hangar zusammen kommt. Jede Menge Spachtelmasse und vorige Unterfütterung konnten aber auch diesen Spalt schließen.
Während die Spachtelmasse trocknete hatte ich mich um den Dorsal ("Hals") gekümmert, dort die Dockinports ausgebohrt und Ersatz geschaffen sowie deren seitliche Lichtelemente installiert. Die sind aus 1mm Klarplastik Platten gefertigt die ich pro Lichtelement zu 3mmx6mm Streifen geschnitten und eingefügt habe (gleiches Vorgehen bei denen des Antriebrumpfes).
Auch der Torpedowerfer wurde um Details bereichert die dem Original Teil abgehen und die LED für den Lichteffekt installiert.
Es fehlten noch die hinteren Flutlichter und die Fensterbeleuchtung. Die Flutlichter sind kürzere Versionen der 5mm kalt Weiß LEDs, die direkt den Nacken anstrahlen, aber in eine 5mm Plastikröhre eingebettet sind um direkter zu strahlen. Die Fenster werden im oberen Bereich durch 2 LEDs und unten im Torpedodeck durch eine mittig angebrachte beleuchtet. Diese LEDs sind auf Klarplastikscheiben angebracht, damit sie auch rund um Licht abgeben können. Vollverdrahtet sah das so aus:
Jetzt da alle Lichtelemente installiert waren, wurde der "Nacken" mit dem Sekundärrumpfe verlötet.
Das eigentliche ankleben des Dorsal war dann wieder ein Problem, da die Stifte und Aufnahmelöcher durch das Lichtblocken Farbe aufgenommen hatten und zu klein bzw. zu groß geworden waren. Ich hatte zwar versucht dem entgegenzuwirken, indem ich sowohl Löcher als auch Stifte mit Feile und Schleifpapier bearbeitet hatte, es half nichts, der Hals wollte nicht an seinen Platz. Drei der sechs Stifte brachen in den drei Versuchen ab, die ich brauchte das Teil an seinen Platz zu bekommen. Beim zweiten Versuch führte ein gequetschtes Kabel zu einem kurzen, so dass nichts mehr funktionierte und der dann doch schon aufgebrachte Hals erneut entfernt werden musste. Aber am Ende war das Ding an Ort und Stell, alles funktionierte noch, so wurden die Spalten mit Superkleber bearbeitet und dann ordentlich verspachtelt.
Als nächstes mussten endlich die Arboretum Fenster installiert werden. Ich hatte von Anfang an daran gedacht diese mit Plexiglas zu realisieren. Die Problematik ist, das so einzubauen das kein Spalt entsteht, das Teil glatt mit der Oberfläche der Schiffshaut verläuft und kein "frosting" durch Kleber entsteht. Also habe ich mir aus 1mm Plexiglas passende Streifen geschnitten, diese auf SuperKlar Testafilm blasenfrei (naja, so gut wie möglich) aufgeklebt und dann mit dem Tesa, das breiter als das Fensterteil ist, auf den Rumpf aufgeklebt. Das überstehende Tesa dann anschließend verspachtelt und nach aushärten glatt geschliffen.
Anschließend wurden die über den Schleifprozess verlorengegangenen Oberflächendetails mit 1-3mm Plastikstreifen wieder angebracht und auf ein normales Maß runter geschliffen.
Jetzt war es Zeit für die Grundierung. Dazu mussten sämtliche Fenster und Flutlichter abgeklebt werden. Um das zu erreichen habe ich mir bei Amazon 2mm und 3mm Locheisen bestellt. Der Trick ist, das man sein Maskenmaterial auf einem semiweichen Untergrund, etwa Plastikplatten oder Holzbrettchen, aufbringt und mit einem Hammer und dem Locheisen die Maskierung stanzt. Beim entfernen des restlichen Materials bleiben kleine 2 -3 mm Maskierungen am Brett haften die dann per Pinzette und Exacto Messer angebracht werden können.
Mit nach Grundierung und Basis Weiß sah dass dann so aus
Es braucht fast solange die Maskierung abzumachen wie aufzubringen. Obendrauf kommt noch, dass durch die Rundung des Sekundärrumpfes etwas Farbe unter die Maske kam, so dass die meisten Fenster dort von der ungewollten Farbschicht befreit werden mussten. Das geht am besten in dem man einfach mit der Spitze seines Hobbymessers ganz sachte die Farbe wegkratzt. Besonders lästig sind die Arboretum Fenster gewesen. Da die Streben, die durch die Farbe aufgetragen wurden, so brüchig waren, dass ein Teil beim entfernen der Maske einfach mit verschwunden sind, und so die Streben per Hand nach gemalt werden mussten. Um die Streben nicht zu unregelmäßig und fransig aussehen zulassen habe ich sie ebenfalls mit der Messerspitze sachte in Form gebracht. Das Ergebnis war aber recht ordentlich.
Und beleuchtet
Was man durch das Arboretum sieht:
Im dunkeln wo die Flutlichter zur Geltung kommen:
Baubär:
:o Leck mich :o
Bärenstarke Umsetzung :thumbup: :thumbup: :thumbup: und echt pfiffige Ideen.
Muss man sich merken... :pfeif:...und darf gespannt sein, wie's weitergeht ;D
Garbaron:
Teil 4 und damit bis zum jetzigen Stand des Baus, die Warp Triebwerke.
Als erstes mussten die Warp Gitter, also das innere Klarteil, maskiert und mit Farbe versehen werden. Welche Farbe aber? Das typische Anthrazit oder Schwarz?
Nein.
Violett!
Violett?
Ja Violett!!
Das ist die Farbe die das Warp Panel am Original Modell hat.
Glaubt ihr nicht? Hier ist der Beweis
Zweite Frage, wie die tiefliegenden Kanäle maskieren, denn die sind es die leuchten, nicht die hochstehenden Flächen. Die Lösung ist einfach. Man maskiert das ganze Klarteil, dabei darauf achten die "Rillen" schön einzudrücken und schmiergelt dann die Maskierung flächig weg. Das braucht seine Zeit führt aber dazu, das die tiefliegenden Kanäle maskiert bleiben.
Danach wurden 2 schichten Schwarz als Lichtblocker und dann das Violett aufgetragen. Im normalen Licht sieht die Farbe so aus:
Die Flutlichter außen an den Warp Triebewerken wollte ich wie die Nacken Spots auch direkt erzeugen.
Dafür musste ein Kanal in der Flosse geschaffen werden der die 3mm LED aufnehmen kann. Die LED wird von innen installiert und dann von außen wieder verspachtelt
Resultierender Effekt
Um das Warp Grill zu beleuchten habe ich vier 5mm LEDs äquidistant (sort off)auf einem Plastikstreifen befestigt und mit 6mm Abstand so montiert,
dass sie nicht den Grill sondern die gegenüberliegenden Wand anstrahlen.
Da das immer noch zu hot spots führte, habe ich die Wand unter den LEDs blau gestrichen, dass reduzierte die Lichthöfe merklich und resultiert in einem sanftem blauen Leuchten.
Danach wurden die LEDs für die Kollisionslichter (ACL) am Ende der Triebwerke installiert, welche eine Glasfaser betreiben die das resultierende ACL darstellen (im Sekundrärrumpfe ebenso realisiert, alle "Blinker" sind Glasfasern). Zum Schluss folgte die endgültige Verkabelung der Triebwerke.
Jetziger Stand: am vorderem roten Kabel wurden zwei LEDs angebracht. Eine 5mm LED für die beiden Flutlichter an der Spitze der Triebwerke, eine 3mm LED, die das weiße Lichtpanel außen am Warp Gitter beleuchtet. Um das Licht dort nicht zu grell werden zu lassen habe ich ein Stück 5mm Plastik Rohr zwischen die 3mm LED und das Klarteil montiert, so dass dort nur noch ein trübes weißes glühen erzeugt wird. Das ganze muss noch Lichtdicht verpackt werden, so dass es nicht die Beleuchtung der Warp Gitter stört. Die Flutlicht LED vorne muss ebenfalls noch montiert werden.
Aber das sollte ich diese Woche noch schaffen, dann können die Triebwerke zusammengeklebt werden und dann geht es wieder ans spachteln und schleifen.
Tja, ihr lieben, jetzt seid ihr auf dem Stand den es auf StarshipModeler zu sehen gibt. Ich hoffe ich konnte euch unterhalten und etwas Interesse für mein Refit Projekt erzeugen.
Gruß
Garbaron aka Thorsten
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