Autor Thema:  Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett  (Gelesen 886 mal)

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Offline urban warrior

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Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« am: 29. Januar 2022, 13:22:37 »
Mahlzeit Gemeinde!

Ich muss mal hier ein paar Gedanken zu einem technischen Problem mit meinem Ender 3 Pro niederschreiben und hoffe, dass ich hier vielleicht etwas Input bekomme.

Grundsätzlich macht das Gerät ja was es soll. Habe auch insbesondere in der Anfangszeit recht viel damit gedruckt. Dann kam irgendwann ein Einbruch in der Haftung. Es fing immer in der Mitte des Druckbettes an, dass dort der erste Layer nicht mehr ordentlich haften wollte. Da ich zum Teil auch mit einem Schaber versucht hatte, meine Drucke von der originalen Magnetplatte zu lösen, sah diese irgendwann recht glatt aus und hatte nicht mehr dieses unregelmäßige Muster drauf. Also, neue Magnetplatte bestellt. Und dann lief es auch erstmal wieder. In den letzten fünf sechs Monaten tauschte ich dann die Originalboards gegen Treetech Boards aus. Endlich war der Drucker leiser, nur jetzt fingen die Lüfter an etwas zu nerven, wo man das "Jaulen" der Achsen nicht mehr gehört hat. Zwischendurch stellte er dann den Dienst ohne jeden Grund ganz ein. Nach ein Mal Stecker zum Touchscreen ab und wieder anstecken, war auch das wieder gelöst. In der Zwischenzeit eine neue Magnetplatte (PEI) gekauft, am Anfang Alles super. Nach ein paar Drucken ging es wieder los, in der Mitte will der Druck nicht mehr haften. Hatte noch eine Platte als Ersatz, gewechselt und nach ein paar Drucken fängt das Spiel wieder von vorne an und immer in der Mitte. Ich weiß mir im Moment keinen Rat mehr. :dontknow:

Ein paar Parameter:

Temperatur vom Bett 60°C
Temperatur vom Extruder 200°C
Filament von Geetech in Schwarz. Ganz neu aufgemacht.
Raumtemperatur 20°C - 23°C
Relative Luftfeuchte 45%-49%
PEI Buildplate wurde regelmäßig mit Isopropanol gereinigt

Beim Umbau und der Inbetriebnahme haben wir nach dem Levelling immer erst einen Testdruck (fünf Quadrate, jeweils in den Ecken und der Mitte) laufen lassen und den Drucker damit "feineingestellt". In der Mitte musste immer etwas Alufolie unter die Magnetplatte, weil es sonst im Vergleich zu den Rändern etwas zu tief war. Mittlerweile sind es vier bis fünf Lagen Alufolie und trotzdem scheint der Druckkopf in der Mitte wieder nicht mehr tief genug zu kommen um das Filament aufzutragen. Ich bin mittlerweile auch verunsichert. Alu ist zwar ein guter Wärmeleiter, aber wenn in der Mitte immer ein paar Lagen von dem Zeug sind, fürchte ich, dass die Wärmeverteilung des Druckbettes darunter leiden könnte. Wenn ich die PEI Platten im warmen Zustand runternehme, habe ich subjektiv das Gefühl, dass die Platte dreidimensional gewölbt ist. In der Mitte eben anders als an den Rändern. Man kann sie dann richtig "ploppen" lassen (ganz leicht halt!). Ich denke im Moment über die Anschaffung eines gefrästen Bettes nach, weil ich glaube, dass mein originales Bett nicht wirklich eben ist. Ich war auch der Meinung, das mit einem Stahllineal am Anfang mal überprüft zu haben. Daher haben wir das ja mit Alufolie in der Mitte ausgeglichen. Aber das scheint ja keine Dauerlösung zu sein.

Hat Jemand von Euch dazu noch irgendwelche Ideen (Vielleicht nicht gerade: "Dann kauf Dir einen anderen Drucker!" oder "Creality macht ja auch nur Sch€!$drucker!" :smiler6:)? Vielleicht etwas konstruktiven Input? :help:

Ausgerechnet jetzt, wo ich mich wieder mit Volldampf einem meiner Projekte widmen wollte. :0
Cheers, Martin
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Offline Bernie

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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #1 am: 30. Januar 2022, 18:30:38 »
ich weiß nicht ob ich helfen kann da ich auf Glas drucke.

Bei mir war das Problem bei mangelnder Haftung die zu niedrige Temperatur des Bettes bzw. das zu schnelle Auskühlen des Filaments.
Das habe ich durch abschalten der Lüfter für dier ersten beiden Layer in den Griff bekommen.

Vieleicht kannst du auch abhängig vom verwendeten Filament die Anfangstemperatur etwas erhöhen.

Keine Annung ob dir das hilft :dontknow:


« Letzte Änderung: 30. Januar 2022, 19:22:41 von Bernie »
§ 328 StGB.:
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, [...] wer eine nukleare Explosion verursacht.

Online Wabie

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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #2 am: 30. Januar 2022, 19:49:08 »
Dunkles Filament braucht auch eine etwas höhere Drucktemperatur, wie helles.
Mein Janbex war früher bei 200 Grad, mittlerweile drucke ich das Janbex Weiß bei 215 Grad und das Schwarze bei 220 Grad und es geht Super. Habe auch das Filament gewechselt und kaufe jetzt in 20kg Packungen von GST3D für 9 Euro das Kilo ;) zur Zeit haben sie aber leider kein Angebot 

https://de.gst3d.eu/

Für die bessere Haftung empfehle ich Haarspray, gebt bloß acht, dass die Dame des Hauses das nicht mitbekommt :smiler6:

Gruß Stefan
MfG Stefan     

Offline urban warrior

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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #3 am: 30. Januar 2022, 20:59:20 »
Danke auf jeden Fall für Eure Ideen. Was mich halt wundert ist, dass es erst geht, und nach ein paar Drucken plötzlich nicht mehr. Ich werde mir das auch noch mal mit einem Stahllineal ansehen. Das Problem verfolgt mich ja schon seit Anfang an.
Cheers, Martin
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Online joeydee

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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #4 am: 27. April 2022, 15:28:35 »
Hi Martin, hast du für dein Problem schon eine Lösung gefunden?
Ich durfte inzwischen auch erste Erfahrungen mit einem Ender 3 (S1 Pro) sammeln.
Leicht schüsselige Heizbetten scheinen beim Ender jedenfalls Standard, habe ich nun schon öfters gelesen. Ist bei mir auch so. Auch meine PEI-Platte "ploppt" leicht. Da sie sich aber ohne Luft aufs Magnetbett legt, spielt Letzteres wahrscheinlich keine Rolle.

Also ja, mehr unterlegen, oder gefrästes Bett nachrüsten (denke zumindest dass es was bringen könnte, natürlich keine Erfahrung damit), oder Mesh-Leveling. Letzteres ist bei mir im Einsatz, die Z-Achse gleicht dann bei XY-Fahrten die Bettform aus. Aber tröste dich, das Auto-Bedleveling bei der S1-Serie scheint auch noch verbuggt. Aber mit etwas manuellem Nachjustieren scheint es nun gut auszugleichen.

Sind die Lines überall gleichmäßig dicht nebeneinander und verschmelzen, aber haften nicht an der Platte? Dann könnte es eher an der PEI-Haftung liegen. Würde auch dafür sprechen, dass es bei neuer Platte jeweils besser ging.
Zitat
PEI Buildplate wurde regelmäßig mit Isopropanol gereinigt
Nimm höchstens Wasser und Spüli und weiche Tücher für PEI, alles andere könnte zu scharf sein. Ich nehme sogar nur ein trockenes Tuch und wische über die vorgeheizte Platte. Auch kein Werkzeug zum Abkratzen, für einzelne Reste die sich nicht lösen wollen (bei mir praktisch nie, nur Anfangs war die Düse an einer Stelle zu nah und hinterließ ein paar Reste in den Poren) nehme ich höchstens Holzzahnstocher. Bei kalter Platte dauert es ein paar Sek. bei seitlichem Druck, bis sich die Schicht langsam hörbar löst. Dann aber rest- und spurlos, bis jetzt auch keine "angelaufenen" Stellen oder so auf dem PEI.
Langzeiterfahrung habe ich natürlich keine, vielleicht max. 20-30 Drucke hinter mir, merke aber noch keine Verschlechterung mit der Haftung an den vielgenutzten Stellen. Ab wievielen Drucken etwa traten denn bei dir merkliche Haftungsprobleme auf?

Einstellungen bei mir: Geetech PLA Grau, Hotend 195 Grad, Bett 70 Grad.
Gruß
Jochen

Offline urban warrior

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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #5 am: 30. April 2022, 00:11:49 »
Hi,

nein, meine Sorgen sind noch nicht wirklich weg. Hab bis gestern wieder mal was gedruckt. Das Objekt kam halbwegs brauchbar raus, aber die notwendigen Supports waren nur FDM-Wolle. Ich bin da gerade mit Wabie dran. Er wollte sich mal die STL und den GCode anschauen. Vielleicht ist da was zu sehen.

Ich habe das Filament mittlerweile auf 205°C hoch (auf anraten). Das Bett sollte auch mehr haben? Ich bin beim Bett derzeit bei den ursprünglichen 60°C.

Das erste, originale Magnetbett (schwarz) von Creality hat am Längsten gehalten. Über ein Jahr denke ich. Dann ging es damit los, dass plötzlich die Drucke nicht mehr richtig haften wollten. Die Oberfläche des Magnetbettes war da schon ordentlich glatt und von der ursprünglichen Struktur insbesondere in der Mitte nichts mehr zu erkennen. Ich dachte mir, OK das hat jetzt so-und-so-viele Drucke aushalten müssen, packst Du mal ein neues Bett drauf. Das lief dann auch ein Weilchen und irgendwann ging es dann mit dem Bett auch los. Dann kam das erste PEI Bett drauf ... super ... nach ca. 10 Drucken war dann plötzlich Feierabend. Noch mal getauscht, so ziemlich das gleiche Spiel. Jetzt wandere ich mit den Objekten auf der Platte rum, will sagen, ich positioniere die Objekte mehr in die Ecken, da geht es noch halbwegs.

Alufolie war in diversen Lagen von Anfang an drunter (in der Mitte). Ich glaube mittlerweile sind es vier Lagen. Temperaturprüfung ergab kaum Differenzen (Aluminium ist ein guter Wärmeleiter!). Es sind auch von Anfang an nicht die Originalfedern unter dem Bett. Die hatte ich auf Anraten gleich getauscht, während ich den Drucker montiert habe.

Was mir beim ersten Layer auffällt ist, dass an manchen Stellen, insbesondere wo die Düse nur kurze "Striche" macht, sich das Filament beim Richtungswechsel leicht "aufrollt". Der Effekt geht dann bei den nächsten Lagen so lange, bis der Druckkopf den Support einfach vom Bett knockt. Ab dann gibt es logischerweise nur noch Wolle. Große Strukturen scheinen sich gut drucken zu lassen. Aber sobald die Strukturen unter eine bestimmte Größe fallen, gibt es insbesondere durch die Richtungswechsel des Kopfes "Aufroller".
Cheers, Martin
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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #6 am: 30. April 2022, 12:50:44 »
Vorab: Da ich nur PEI kenne, habe ich natürlich keinen Vergleich. Aber andere Berichte sowie allein die Tatsache, dass überall standardmäßig Spachteln im Paket sind, lassen mich schließen, dass PEI grundsätzlich weniger haften dürfte als andere Untergründe, und daher evtl. empfindlicher in den Einstellungen ist. Und es scheint auch empfindlicher bei der Reinigung zu sein (ich benutze nach wie vor keinen Spachtel zum Lösen, keinen Reiniger, kein Schrubben; nur trockenes weiches Tuch kurz vor dem Druck um meine fettigen Fingerdatscher zu entfernen)

Verstehe was du meinst. Das mit dem "Aufrollen" hatte ich auch zwischenzeitlich (z.B. Bild 1), habe den Vorgang live mit Lupe betrachtet und dabei den vagen Verdacht, dass zu schnell abgekühlt wird und dadurch vom Richtungswechsel alles stärker mitgezogen wird, bevor die Line richtig am PEI haften kann. Und dass ich evtl. noch einen Tick zu weit weg vom Bett bin. Unterextrusion konnte ich zwar auch nicht ausschließen (zu wenig Material bei zu viel Bewegung), habe die E-Steps nicht gemessen/eingestellt (ich weiß, sollte man auch unbedingt machen), da alles andere sonst ok schien.

Wo ich so rumgetüftelt habe:
- Z-Offset nochmal 0.05mm runter. War dann an anderer Stelle ein wenig zu nah (hat mancherorts Spuren in die gedruckte Schicht gezogen, s. Bild 2), musste dann nochmal nachjustiert werden.
- Hotend-Temp ein paar Grad hoch: Hat nur Stringing verursacht, aber das Problem nicht beseitigt. Also bin ich da wieder nah an die Untergrenze (195 Grad).
- Bett auf 70 Grad: Ist ein Versuch, bis jetzt sehe ich noch keine Nachteile bei meinen Drucken. Glasübergangstemperatur für PLA liegt angeblich bei 45-65 Grad, kann also sein, dass 70 Grad für größere Bauteile zu warm wird wenn mehr Gewicht draufkommt. Andererseits rechne ich mit Toleranzen, und es dürfte auch nur wenige Schichten betreffen bis die Temp im Bauteil wieder deutlich <65 ist.
- Auch bei geringerer Schichthöhe, z.B. 0.12, drucke ich die erste Schicht möglichst mit 0.2
- Druckgeschwindigkeit etwas verringert (bei "problematischen" Bauteilen bin ich bei 15-30 als Basisspeed in Cura, statt 50; man kann auch den Speed nur für die erste Schicht runtersetzen, an optimale Einstellungen Lowspeed vs. Druckzeit muss ich mich aber erst noch rantasten).
- Jerk und Acceleration sind an. Bin mir nicht sicher ob das was bringt, also die Richtungswechsel dadurch evtl. weicher werden.
- Auch wenn ich denke, ich habe genug Auflagefläche: 6-8mm Brim. Ansonsten hatte ich das "Anheben" auch manchmal bei späteren Schichten, dass sich Ecken nachträglich vom Druckbett abhoben. Also die Line klebt an der unteren Schicht, zieht das Bauteil dort ein wenig mit und hebt an dieser Ecke den ganzen Druck an, obwohl die erste Schicht ursprünglich komplett flach lag (Bild 3). Mit Brim trat das aber nicht mehr auf.
- An weiteren Cura-Einstellungen wie z.B. deutlich weniger Bauteillüftung der ersten Schichten habe ich noch nicht geschraubt, wäre aber das Nächste gewesen.









Gruß
Jochen

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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #7 am: 01. Mai 2022, 18:04:53 »
Salve,

ich habe gestern Abend noch jede Menge Input von Stefan bekommen. Ich werde das morgen mal an meinem FDM Drucker testen und berichten.

Den Effekt von Bild 3 hatte ich auch mal, da habe ich versucht eine, für mein Verständnis, banale Quertraverse für einen RC-Modell Rahmen zu drucken. Sah am Anfang gut aus und zum Ende hin haben sich die Enden abgelupft und irgenwann konnte ich den Druck abbrechen, weil das Teil krumm wie eine Banane war (na gut, das war jetzt überspitzt :0). Und das beim einfach zu druckenden PLA. Aber Warping Effekte habe ich sogar bei den Resin Druckern. Objekte die völlig plan sind wölben sich nach dem Lösen vom Druckbett (Elegoo ABS like Resin aber das Originale auch). Bei der Triebwerkssektion, die ich für meinen Triple-Phantom-Kitbash gedruckt habe ich den Eindruck, als ob die "Triebwerksbecher" leicht nach innen zeigen. Müsste ich aber mal genauer ausmessen. Ich hatte schon versucht, Teile beim "Curing" in einer Zwangslage zu fixieren, um dem Wölben entgegenzuwirken. Leider nur mit recht gemischtem Erfolg.
Cheers, Martin
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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #8 am: 01. Mai 2022, 21:34:32 »
Das im 3. Bild ist kein Temperatur-Warping (die gegenüberliegende Strebe liegt ja noch freier und blieb trotzdem unten, wie auch alle anderen Ecken), sondern er hatte tatsächlich wegen mangelnder Haftung und leichtem "Aufrollen" der ersten Schicht jedesmal an dieser Ecke den Druck leicht mitgezogen, wenn der Druckkopf wieder drüber fuhr. Also ähnlich wie du dein Problem beschrieben hattest. Habe das live mitbeobachtet, trotzdem nicht abgebrochen, weil ich mal sehen wollte wie es endet. Mit ausreichend Brim passierte das ab dann aber nicht mehr.

Ich drück die Daumen dass ihr das Problem eingrenzen könnt :thumbup:
Gruß
Jochen

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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #9 am: 02. Mai 2022, 10:08:37 »
Moin Zusammen,

neue Woche, neues Glück, oder wie immer man es sehen mag.

Tests mit neuen Einstellungen gemacht.

Hab nach ein paar Problemen erstmal diese "ominöse" Bed-Levelling-Datei gedruckt. Nicht perfekt, aber die Felder bleiben auf der Druckplatte. Hab das übrigens drei Mal laufen lassen. Mit recht unterschiedlichen Ergebnissen, was die Glätte der Oberflächen betrifft. Auffallend ist, dass der Druckkopf bei vielen Anfängen immer einen Faden mitzieht. Sieht man links unten (und an anderen Stellen). Und nach dem letzten Quadrat rechts unten, zieht der Kopf einen Faden diagonal über das Druckbett (schwach zu erkennen):


Dann sollte eigentlich der Calibration Cube folgen. Nun ja ... :


Hab den Druck abgebrochen und dachte ich versuche mal das große Objekt zu drucken. Ich hatte es explizit in die linke vordere Ecke gelegt, weil es da bis jetzt wenigstens halbwegs geklappt hatte. Aber nach wenigen Ebenen hat der Drucker drei Supports von der Platte geknockt und wieder mal FDM-Wollknäule produziert. Ach ja und das eigentliche Objekt hat der Druckkopf gleich komplett runter vom Druckbett gekickt:


Damit reicht mir der Spaß für heute erstmal wieder. Ich werde jetzt dem anmutigen "RAAACK ... Dü Düüüt ... RAAACK ..." meines Elegoo Saturns lauschen. In der Hoffnung, dass der wenigstens seine Arbeit erfolgreich beendet. Ich denke, ich komme nicht drum herum ein paar gravierendere Arbeiten am Ender durchzuführen. In der samstäglichen Session mit Stefan wurden auch so Dinge wie Austausch der Druckdüse gegen eine Neue erwogen. Die Aktuelle läuft immerhin schon seit ich den Drucker besitze. Aber das wird dann wieder dauern, bis ich mich zu solchen Arbeiten aufraffe. Das hatte ich in letzter Zeit eigentlich immer nur zusammen mit einem Bekannten gemacht, der den gleichen Drucker besitzt und mehr Erfahrungen hat als ich.
Cheers, Martin
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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #10 am: 04. Mai 2022, 10:47:19 »
Auch mal mit Brim probiert, oder macht das dieselben Probleme? In den Bildern sehe ich nur Skirtlines.
Wie gesagt, ohne Brim bekomme ich auf meinem PEI auch tlw. Probleme, auch dann wenn ich eigentlich genug Auflagefläche hätte, und wenn die 1. Schicht eigentlich saß. Mechanischer Vorteil vom Brim ist wohl, dass er außen anfängt und lange keine scharfen Kehrtwenden machen muss, bis mal richtig Fläche drauf ist. Und dass er äußere Ecken nicht mehr nachträglich anheben kann, weil er dort gar nicht mehr hin muss.
Gruß
Jochen

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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #11 am: 06. Mai 2022, 16:09:24 »
Das mit dem "Brim" könnte ich noch mal versuchen. Zugegeben musste ich in Cura erst einmal schauen, was das genau ist. :help: Aber ich denke, ein "Overhaul" ist trotzdem angebracht. Wenn ich mal wieder Nerven dazu habe, werde ich mich der Sache mal annehmen. Hab ja noch jede Menge andere Baustellen. :dontknow:

Dafür läuft es aktuell mit dem Resin-Drucker besser. Nach dem Umstieg von Chitubox auf Lychee (mango3d) als Slicer habe ich subjektiv den Eindruck von besseren Ergebnissen mit den Supports.
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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #12 am: 08. Mai 2022, 21:44:32 »
Hm, heißt in Cura (4.13.1) bei mir einfach "Brim". Also "Skirt", "Brim", "Raft" gibts zur Auswahl bei "Buildplate Adhesion".

Ich hatte ja ab Werk schon brauchbare Haftung bei meiner PEI-Platte. Habe sie zwischenzeitlich mal mit Spüli eingeschäumt und danach mit viel Wasser gut abgewaschen. Und nicht mehr mit den Patschefingern drauf. Haftet jetzt nochmal spürbar besser.

Und ich habe gemerkt: lieber einen Schritt näher mit der Düse ran, auch wenn das Papier schon reibt und die gedruckten Lines sauber nebeneinander liegen. Ich denke mal, wegen der Struktur kann man ja beim Leveln nur den höchsten Abstand messen, Idealabstand sollte aber besser ein wenig unter den Gipfeln liegen, anders als bei einer glatten Plate. Reim ich mir mal so zusammen.
« Letzte Änderung: 08. Mai 2022, 21:58:39 von joeydee »
Gruß
Jochen

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Re: Creality Ender 3 Pro - Probleme mit dem Druckbett
« Antwort #13 am: 09. Juni 2022, 11:44:08 »
Zwischenzeitliche weitere Erfahrung zum Haftungsthema auf PEI:
Ich hatte trotz aller Maßnahmen immer mal wieder einzelne "Abrisse" bei der ersten Schicht bei Gittern etc., sprich bei spitzen Winkeln einzelner dünner Stege "zieht" die Weiterfahrt manchmal an der letzten Ecke und hebt diese an. Auch bei bewusst langsameren Fahrten von 15mm/s.

Extremes Beisplel (Unterseite), normalerweise ist das nur an wenigen Stellen und maximal ein paar abstehende Knubbel/Strähnen die man gut reparieren kann, also eher wie bei den letzten drei Zellreihen rechts im Bild. Ich glaube aber, hier hatte ich vorher auch nicht abgewischt.


Neue Maßnahme: Buildplate-Temp bei erster Schicht auf 80 Grad. Danach 70 (könnte wahrscheinlich wieder auf 60 gehen, für höhere/schwerere Bauteile sollte man dies wohl auch tun). Jedenfalls, o.g. Problem trat bei den letzten vergleichbaren Drucken überhaupt nicht mehr auf. Letzte Druckbett-Reinigung (bisher nur Spüli) ist auch wieder 10+ Drucke her, ansonsten wird lediglich vor jedem Druck mit 80 Grad vorgeheizt und mit trockenem Zewa abgewischt.
Gerade lief derselbe Gitter-Druck mit 70mm/s (erster Layer 50mm/s statt 15). Gelang ebenfalls, kein einziger Ausreißer mehr.



Nochmal Rückseiten-Vergleich vorher/nachher:

Gruß
Jochen