Science Fiction Modellbau > Star Wars

Episode 1-3 Revell ARC-170

(1/5) > >>

darth_daniel:
Hallo miteinand,

ich bin schon wieder mit einem Revell-Modell hier. Wieder ein „Bausatz mit Potenzial“ - „ach, das geht recht schnell, braucht nur ein bisschen Details hier und da…“ Und schon zieht sich das wieder. :0

Der Maßstab liegt irgendwo im Bereich von 1/59 bis 1/70, je nachdem, welche Angaben man als Referenz nimmt. Da die Piloten aber deutlich größer sind als 1/72, würde ich Richtung 1/60 tendieren. Eines der seltenen Male, wo ich mir wünsch, dass ein Modell kleiner wär (1:72)...

Von der ARC-170 gibt es nur wenig Referenzmaterial, ein paar Screenshots und Ortho-Bilder aus einem Buch, da meines Wissens kein physisches Modell für den Film erstellt wurde. Bei vielen Details bleibt daher Interpretationsspielraum. Dafür gibt es etliche schöne Bauberichte, wo man sich Ideen holen kann.

Los gehts mit den Modifikationen:

Die Hauptkanonen wurden ganz vorsichtig mit einem dünnen Fräser im Dremel ausgehöhlt und die hinteren kleinen, nach hinten versetzten Rohre aufgebohrt.



Die gravierten Zeichen seitlich auf der Schnauze wurden mit Superkleber gefüllt und verschliffen. Vorher wurden die Zeichen möglichst unverzerrt fotografiert; daraus lassen sich mit einem entsprechenden Programm später leicht Decals zaubern.
Dann wurde die Öffnung für den Scheinwerfer in der Schnauze ausgeschnitten, um später einen Scheinwerfer hineinbauen zu können.



Auf den Rumpfhälften fehlen viele Gravuren; die die vorhanden sind, scheinen nur als Referenz für die Werkslackierung der Teile gedient zu haben. Also wurden alle fehlenden Gravuren ergänzt und auch gleich die seitlichen Fenster ausgeschnitten.



Auch am unteren Rumpfteil fehlen fast alle Gravuren. Die Bodenplatte wurde mit Styrolplatten verstärkt und der Rest mit Putty gefüllt, um ein Loch für die Halterung bohren zu können.





Die Triebwerksenden sind weitgehend vereinfacht. Also wurden die Enden abgeschnitten, die Halbschalen ein bisschen ausgeschliffen und die Tabs, mit denen die Flügel montiert werden, entsprechend gekürzt.



Aus dem Teleskop-Messingrohr-Sortiment wurde ein Durchmesser gewählt, der gut in die Düsen passt. Dann wurden mehrere Rohrstücke ineinander geklebt, um vom inneren Durchmesser der Triebwerkshälften auf den kleineren Durchmesser zu kommen.



Die sichtbaren Abschnitte wurden mit dünnem Styrol umwickelt, um Details mit Styrolkleber anbringen zu können.





Mit Details, die aus einem Screenshot aus Ep. 3 heraus interpretiert und dann frei ergänzt wurden, schaut das dann so aus:




darth_daniel:
Bei den Triebwerksschaufeln gibt es eine kleine Unstimmigkeit, bedingt durch die "Faulheit" von Revell. Die Teile für links und rechts sind identisch, wobei ich mir erwarten würde, dass eine Turbine links- und eine rechtsdrehend sein sollte. Das lässt sich schwer ändern. Das Schaufel-Teil wird mittels Zapfen und Ausschnitt positioniert:



Lässt man das so, sind die parallelen Rillen im Zentrum der Turbinenschaufeln einmal orthogonal und einmal parallel zu der Strebe, die quer durch den Einlass verläuft:





Das lässt sich leicht korrigieren, indem man den Zapfen entfernt und dann das Teil um 90° gedreht verbaut.



Außen auf den Verkleidungen der Einlässe fehlen Gravuren. An dem runden Teil ist es nicht so einfach, diese sauber zu positionieren und zu schneiden, aber mit einer Papierschablone mit 45°-Teilung, auf die man das Teil legt, und einem Geodreieck, an dem man die Linien mit dem Bleistift senkrecht nach oben zeichnen kann, funktioniert es ganz gut. Die Linien wurden mit Fotoätz-Sägen vorgraviert, weil die die Spur besser halten als ein Skalpell.



Außerdem fehlen noch Verschlussriegel an ein paar Blechen und eine Menge Nieten; das kommt später noch hinzu.

Die Lüftungsgitter am Flügelansatz sind äußerst schlecht angedeutet, also wurden sie ersetzt.



Auf den klappbaren Flügeln fehlten eine Menge Gravuren und Nieten. Von den aufgesetzten 8 Rippen sollten hingegen nur 7 vorhanden sein, also wurde die äußerste entfernt.



Der aufwändigste Teil an dem ganzen Bau ist die Modifikation bzw. Detaillierung des praktisch „nackten“ Cockpits. Dessen Grundplatte wurde erst mal geändert.



Vorne und hinten wurde eine Cockpit-Innenverkleidung eingezogen und die Löcher in der Außenhaut, wo die Befestigungstabs für die Kanzel durchragen sollten, wurde gefüllt:




darth_daniel:
Der Copilot sollte eigentlich zum Piloten nach vorne durchschauen können, aber irgendwann hab ich eine Zwischenwand eingefügt und wollte sie dann nimmer rausreißen, als ich den Fehler bemerkt hab. Die Zwischenwand findet sich vl. in der Sonderausstattungsliste des Fighter-Konfigurators…

Die Sitze wurden auch detailliert (noch nicht ganz fertig).





Der Heckschütze muss halt den Bauch einziehen…

Auf das Anfertigen der ganzen Bedienelemente hatte ich mich sehr gefreut - nach ein paar Knöpfen und Schaltern hat sich die Freude dann schnell gelegt. Aber da muss (ok, will…) ich durch. Praktisch alles ist frei erfunden, da die wenigen Screenshots nicht viele Details preisgeben.













Das ist der aktuelle Stand. Nach den ganzen Knöpfen und Schaltern bisher hab ich beschlossen, erstmal ein anderes Modell fertig zu machen, das nur auf seine Lackierung wartet. Danach gehts wieder mit der ARC-170 weiter.

Ich hoffe, es gefällt so weit. Kritik und Anregungen sind wie immer herzlich willkommen. :)

schnoppel:
Wow, gefällt mir sehr gut. Beeindruckend  :respekt:
Vorallem das Cockpit hat’s mir angetan. Falls Resin-3D-Druck für dich ein Thema sein sollte, könntest du die Controlpanels recht schnell am PC erstellen und in transluzent drucken. Dann wären die Knöpfe mit einer LED beleuchtbar.

Ramirez:

Sehr tolle Detailarbeiten in dem Massstab.  :respekt:

Ist das der, der von Revell als 1:83 angegeben wird?

Da bleib ich dran. 8)


Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln
Mobile View