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 Universal-Base: Rollfeld aus hexagonalen Betonplatten

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dizzyfugu:
Ich setze schon mal einen Beitrag an - es soll ein "How to" bzw. WiP für eine ganz einfache, universelle Bodenplatte werden, die m. E. aber vielseitig einsetzbar ist und einfach interessant aussieht.

Es geht um ein Rollfeld aus sechseckigen Beton-Fertigplatten, ein guter Artikel dazu sowie Bilder: ungültigen Link entfernt

So etwas ist offenbar bereits in WWII benutzt worden, u.a. von der Deutschen Luftwaffe, aber auch Jahre später tauchen solche Beläge immer wieder auf, z. B. in der Sovietunion/Russland.

Ich fand die Optik sehr ansprechend, weil es "mal was anderes" ist als Teer oder herkömmliche rechteckige Platten.

Testobjekt ist gerade in Arbeit - Bilder folgen. Technisches Highlight ist der Mißbrauch von Blanko-Brettspielmaterial (einzelne Hex-Plättchen aus Pappe, à la Siedler von Catan) als echte Einzelplatten, die dann auf Lücke gesetzt und "real" verfugt werden.

Dürfte auch ganz spannend für SF-Zwecke sein - wer z. B. seinen Ma.K.-Falken adäquat präsentieren will - dies wäre sicherlich eine einfache und auch recht günstige Option.

Stay tuned  ;D

struschie:
Cooler Link - Klasse Muster!
Ich wusste nicht, dass diese Muster in real genutzt wurden. Da bekomme ich fuer meine Hornisse ne super Idee...
Koennte man schön verschiedene Varianten casten :]
(Ich hab noch irre viel Resin...)

dizzyfugu:
Ich verweise an einfacheres Material (als alter Brettspieler...):

ungültigen Link entfernt

Ohne Formenbau, leicht zu verarbeiten, in deiversen Kantenlängen erhältlich und rel. preiswert - zumal man abgezählte Mengen bekommen kann.

Gortona:
Cooler Link Dizzyfugu...  krass wie das heute alles aussieht. Da wunderts einem irgendwie nicht, wenn man die ganzen überwucherten Rollfelder sieht, dass da immer mal wieder einer runter fällt ;) ...ich hoff, die ganzen Raketen-Silos sehen n bisschen besser aus ^^

dizzyfugu:
So, liebe Kinder, hier also Schritt für Schritt der Weg zum Diorama:

Die Basis ist eine 30x20cm-MDF-Platte, 10mm stark, sowie ein Haufen blanker hexagonaler Spielcounter aus solider Pappe, mit 40mm Kantenlänge - die gibt's auch in anderen Größen, durch das Stanzen sind die oberen Kanten schön abgerundet, ideal fürs "Kacheln". Aufgeklebt wird mit Weißleim.


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plates by dizzyfugu, on Flickr

Beim Aufkleben darauf achten, dass die Platten nicht in einem rechten Winkel zur Außenkante gesetzt werden - Goldene Regel beim Dioramenbau aller Art: rechte Winkel vermeiden! Ungeübte machen das gerne (falsch), und egal wie gut die Base gefinisht wird, die Szene sieht unnatürlich und langweilig aus.

Die Platten sind am Rand überlappend aufgeklebt - beschnitten wird später, mit einer (Papier-)Schneidemaschine, nachdem alles gut durchgetrocknet ist.


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plate by dizzyfugu, on Flickr


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plates by dizzyfugu, on Flickr

Nach dem Beschnitt (geht natürlich auch mit einem Messer, die Schneidemaschine ist nur sehr viel effektiver) sieht die Chose so aus:


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plates by dizzyfugu, on Flickr

Nun wird gespachtelt. Ich habe einen recht dünnflüssigen NC-Spachtel verwendet (Bindulin Autospachtel, ähnlich Plasto von Revell, aber zum Glück ohnbe den fiesen Verdünner drin´) und mit einem breiten Japan-Spachtel auf die Oberfläche gezogen - einerseits, um die Lücken zu füllen, aber auch, um auf den Papp-Platten eine dünne Strukturschicht zu schaffen. Einfach den Spachtel in mehrere Richtungen ziehen, nicht zimperlich sein. Auf die einzelnen Platten habe ich dann noch mit einer Doppel-Spitze von einer kleinen Zange an je zwei Ecken "löcher" für die Trageösen der Platten gedrckt - schön ungleichmäßig.

Danach alles  trocknen lassen und leicht anschleifen. Es soll nicht glatt sein, etwas Strtuktur ist gewollt.


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plates by dizzyfugu, on Flickr

Zeit für Frabe. Auch hier gilt: simpel und robust. Die BaAsis ist weiße Wandfarbe, abgetönt mit etwas Schwarz und Ocker. Die Mischung recht hell und satt aufgetragen, einzelne Platten bekommen einen leicht abgewandelten Anstrich. Auch dies weider ordentlich trocknen lassen.


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plates by dizzyfugu, on Flickr

Es wird gealtert - auch hier mit einfachen Mitteln: Wasserfarbe aus dem Schulmalkasten. Zuerst einnmal die ganze Base mit Wasser eingesprüht, so dass überall ein nasser Film steht. Dann mit stark verdünnetr schwarzer Farbe die Nähte nachgezogen - ruhig mit Kleckern, Schwerkraft und Oberflächenspannung des Wassers besorgen eine subtile Verteilung.
Später kommen noch Umbra und Gebranntes Sienna dazu, nass-in-nass. Das Ganze trocknet wiederum ordentlich durch/ab.


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plates by dizzyfugu, on Flickr


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plates by dizzyfugu, on Flickr

So sieht das dann fertig aus - schon vorzeigbar:


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plates by dizzyfugu, on Flickr

Die Kanten des Dioramas habe ich schwarz bemalt, als Standardmaßnahme. Wer will, kann auch Kantenumleimer verwenden/aufbügeln oder eine Einfassung aus Rahmenleisten drumsetzen.

Es geht aber noch mehr. Einmal habe ich an ein paar Stellen mit Grsfasern und Tropfen Weißleim ein paar grüne Büschel gesetzt, und die Oberfläche wurde noch weiter berabeitet; zunächst mit einem Mix aus Talkum und Farbpigmenten, die die Platten verwaschen und staubig erscheinen lassen, und dann habe ich noch etwas Graphitpulver (die schwarzen Krümel) "eingerieben", was die Oberflächenstruktur betont und einen ölig-grauen Film ergibt, der sich auch gut auf vielen SF-Modellen macht. Auf dem unteren Bild kann man gut das Vorher/Nachher erkennen.


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plates by dizzyfugu, on Flickr


"How to...." build an airfield diorama with hexagonal concrete plates by dizzyfugu, on Flickr

Das war's. Zum Schluß noch eine Schutzschicht aus Mattlack (Acryl, auf Wasserbasisi), und dann ist die Platte fertig für den Einsatz!

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