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 welchen Minibohrer nutzt ihr?

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Sheriff:
Einen langsameren als den Proxxon Micromot 50/E mit sieinen 5000rpm kenne ich persönlich nicht. Damit solltest du auf jeden Fall Resin und Polystyrol bohren können, ohne dass dir das Material schmilzt und sich am Bohrer festsetzt.
Je dünner der Bohrer ist umso mehr Umdrehungen braucht er aber um stabil zu bleiben, meine ich mal gelesen zu haben. Langsam rotierend bricht der schneller.

Sheriff:
Bei dünnwandigem Polystyrol könntest du versuchen die Löcher mit einem heißen Draht im richtigen Durchmesser zu machen. Den Draht einfach über einer Kerze erhitzen.

joeydee:
Für langsam drehende Maschinen geht höchstens noch ein Akkuschrauber mit zwar grober Regelung, dafür aber praktisch stufenlos ab 0.
Standard-Spannfutter sollten die Minibohrer mit Verdickung noch fassen können. Viele Mini-Maschinen haben allerdings nur Sechskant-Aufnahmen für Bits.
Dazu kommt das Gewicht: mit Akku oder Netzteil in der Maschine statt extern ist es auf alle Fälle schwerer als ein Proxxon-Griffel. Und je schwerer die Maschine, desto weniger Gefühl bei der Führung von Minibohrern, desto eher brechen sie.
Das mit der Drehzahl vs. Stabilität: bin ich mir nicht ganz sicher, aber dann dürfte Handbohren ja gar nicht funktionieren.

urban warrior:
Morsche,

interessante Reaktivierung des Threads.

Auch ich wäre an einem idealen handlichen Tool sehr interessiert.

Was die Umdrehungen von kleinen Bohrern betrifft: Aus dem Maschinenbau weiß ich noch, dass es im Prinzip eine typische Schnittgeschwindigkeit bestimmter Schneidwerkstoffe in bestimmten zu schneidenden Werkstoffen gibt. Bei Bohrern wird dies auf den Durchmesser Derselben umgerechnet [V=D*π(Pi)*n*(1m/1000MM)]. Daraus ergibt sich, dass große Bohrer langsamer laufen sollen als kleine Bohrer.

Ich gehe aber davon aus, dass es bei PS/ABs oder Resin eher darauf ankommt, einen guten Kompromiss zwischen Spanabfuhr und einer möglichst geringen Erhitzung des zu bearbeitenden Materials zu finden. Ein moderat drehender Bohrer wäre da schon hilfreich. Ich denke die Bruchgefahr bei Minibohrern wird eher in der eigenen Motorik als in der Drehzahl des Bohrers zu finden sein, auch wenn das etwas gemein klingt. Ich muss mich bei sowas auch sehr diziplinieren, da ich bei Anstrengung oder Konzentration selber zu einem gewissen Tremor neige.

Callamon:

--- Zitat von: urban warrior am 16. Oktober 2017, 10:51:08 --- Ich denke die Bruchgefahr bei Minibohrern wird eher in der eigenen Motorik als in der Drehzahl des Bohrers zu finden sein,

--- Ende Zitat ---

Definitiv ist das so. Ich habe einen Bohrständer für meinen Dremel und damals in meinen AGLAZAR gute 400 Löcher a 0,2 mm gebohrt - mit einem einzigen Bohrer. Da ist nix gebrochen.







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